Meditationswochenenden
Unsere nächsten Meditationstage und Meditationswochenenden
Körperachtsamkeit, Bewegung und Meditation: Ein Kurs am 3.10.2026 von 10 bis 13 Uhr
Leitung: David Florczak
Der 3. Oktober wird ein praxisorientierter Vormittag mit wenig Theorie, geprägt von Frühbuddhistischer Meditation und Körperübungen aus dem Yoga und anderen Bewegungslehren. Zudem gibt er die Gelegenheit, zu prüfen, wie sich Körperarbeit und Meditation miteinander kombinieren lassen. Ist es hilfreich, vor der Meditation Körperübungen wie z.B. Yoga oder Chi Gong zu machen? Oder doch besser nach der Meditation? Mit seiner ganzen Erfahrung kann uns David dazu praktische Tipps und Tricks geben.
David Florczak ist ein sehr erfahrener Yoga-Lehrer, hat zwei Yogalehrerausbildungen in Hatha Yoga und Yin-Yoga und umfangreiche Meditationserfahrungen, vor allem in den Meditationsformen des Frühen Buddhismus.
Meditationswochenende vom 13. (Feiertag) bis 15. November 2026: "Metta kultivieren - die Befreiung von leidbringender Selbstbezogenheit"
Leitung: Michael Peterssen (mehr als 30 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen buddhistischen Traditionen)
„Wer auch nur einen Augenblick lang liebevolle Einstellung entfaltet, der bemüht sich um die Verwirklichung der Lehre und seine Übung ist nicht vergebens. Aber noch mehr gilt das für den, der sich immer wieder um eine liebevolle Einstellung bemüht.“
In den alten buddhistischen Schriften wird Freundlichkeit, Wohlwollen, Sympathie, Zugewandtheit, Verbundenheit, liebende Güte, in der altindischen Pali-Sprache metta genannt, als „erhabenes Verweilen“ oder „Wohnstätte der Götter“ (brahma vihara) bezeichnet. Wohnstätte der Götter, weil metta ein Aspekt eines glücklichen Lebens ist. Zudem legt sie den Grund für die buddhistische Ethik und bildet das Fundament für weitere „erhabene Verweilungen“, nämlich Mitgefühl, (Mit-)Freude und Gleichmut. Metta zu kultivieren wird daher allen Praktizierenden ans Herz gelegt.
Für metta wie für die anderen brahma viharas gibt es in den buddhistischen Traditionen eigene Meditationpraktiken. Das zeigt, für wie bedeutsam diese Geisteshaltungen gehalten werden.
Das Seminar wird sich eingehend mit der Kultivierung von metta beschäftigen und sich dabei an den drei Ebenen der Weisheitsentwicklung orientieren. Es wird
• ein klares Verständnis vermitteln, was mit metta gemeint ist (die Ebene des Aufnehmens der Lehre durch Hören und Lesen),
• praktische Anleitungen geben, wie man sich existenziell tiefer auf metta einlassen kann (die Ebene des Aneignens durch Reflexion & Kontemplation)
• und unterschiedliche Arten meditativer Methoden vorstellen und einüben (die Ebene der meditativen Verwirklichung).
• Außerdem soll es Hinweise geben wie man mittels der Metta-Meditation in tiefere Sammlungszustände eintreten kann.
Meditationswochenende vom 4. bis 6.12.2026: "Der Zyklus von Leben und Sterben - Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus und die Bedeutung des Geistes bei der Manifestation aller Daseinszustände "
Leitung: Yesche U. Regel
Die Lehren des Buddha betonen in ihrer Beschreibung des “abhängigen Entstehens” die Rolle des “Ergreifens”. Ständig ergreifen wir etwas, treffen Entscheidungen, wollen etwas haben oder nicht haben, jemand sein oder nicht sein, irgendwo hin oder nicht hin. All dies sind geistige Impulse, die aller Manifestation und Aktion vorausgehen und diese auslösen. Begehren, Hassen/Ablehnen und Verblendung sind der innerste Antrieb aller Existenz und sie geschehen im Geist.
Dies müsste jedoch nicht unbedingt so sein. Wir könnten ebenso nicht-ergreifen, nicht-begehren, nicht-hassen, nicht verblendet sein.
Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus, etwa 1200 Jahre nach dem Buddha von Padmasambhava formuliert, verdeutlichen diese Dynamik nochmals auf eine besonders tiefe Art und Weise.
Auch für die achtsame und mit spiritueller Weitsicht angebotene Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen könnte es sich günstig auswirken, wenn man diese alten Weisheitslehren kennt. Sie stellen eine geistig-religiöse Alternative zu einer monotheistischen Schöpfungsreligion dar und ihren Vorstellungen von einer vermeintlichen Ewigkeit und den Ideen von Himmel und Hölle, wobei diese in den Differenzierungen der buddhistischen Sichtweise eventuell sogar verständlicher werden. Dass der Geist nicht sterben und im Tod eine besondere Lichthaftigkeit erfahren kann, haben viele Religionen gemein.
Meditationstag mit Karin Cyliax am 3. Januar 2027 "Freundlich Achtsam Wissensklar" (10 bis 17 Uhr)
Wir starten gemeinsam ins neue Jahr mit dem besten aller Vorsätze: den Befreiungsweg des Buddha für uns selbst zu entdecken.
An diesem Meditationstag wollen wir einmal hineinschnuppern in die drei Hauptübungswege der Dhamma-Praxis: Liebende Güte, Sammlung und Einsicht (Metta, Samatha, Vipassana). Diese drei Wege unterstützen und ergänzen sich gegenseitig. Im Zusammenspiel führen sie zu einer ausgewogenen, entspannten Meditationspraxis, die sich heilsam in alle Lebensbereiche auswirken kann: innere Zufriedenheit und Freude, Gelassenheit und Unabhängigkeit von den Wechselfällen des Lebens.
Auf der Grundlage von Wohlwollen und Selbstakzeptanz lassen wir uns in der Gegenwart, beim Atem, im Achtsamkeitsrahmen Körper nieder. Der so gesammelte, erleichterte Geist kann empfänglich werden für Einsichtsmomente, kann sich berühren lassen von der universellen Wirklichkeit allen Erlebens: Unbeständigkeit, Unbefriedigendheit, Nichtselbsthaftigkeit. Wenn die Ich- und Mein-Geschichten langsam weniger werden, kann uns das in eine friedliche Stille führen.
Meditationswochenende vom 29. bis 31.1.2027: "Das Herz kultivieren"
Leitung: Yuka Nakamura
Citta – der Herzgeist oder das Herz, ist der Ort unserer Subjektivität, unserer inneren Welt, wo wir Freude und Leiden erleben. Citta nimmt ständig wahr, fühlt und reagiert auf die Erfahrungen, doch kann es sich dabei in leidschaffende Muster verstricken. Das ist der Grund, warum alle buddhistischen Praktiken darauf abzielen, Citta zu kultivieren und zu befreien. In diesen zwei Tagen werden wir unser Verständnis von Citta vertiefen und erkennen, wie wir uns gut darum kümmern und kultivieren können, so dass innerer Frieden, Weisheit und Freude zunehmen.
An diesem Wochenende üben wir uns in Sitz- und Gehmeditation, unterstützt durch Inputs und Anleitungen. AnfängerInnen und Fortgeschrittene sind gleichermaßen willkommen.
Yuka Nakamura praktiziert seit 1993 in verschiedenen buddhistischen Traditionen (Zen, Vipassana, Vajrayana). Sie ist Psychologin Dr. phil., MBSR-Lehrerin und -Ausbildnerin. Sie lehrt u.a. im Meditationszentrum Beatenberg (CH), Bodhi College, Insight Meditation Society (USA), Gaia House (UK) und Seminarhaus Engl (D).
- 03 Okt.3 Okt. 26 - 10:00 - 13:00
- 03 Jan.3 Jan. 27 - 10:00 - 17:00
- 29 Jan.29 Jan. 27 - 18:00 - 15:00