Meditationswochenenden
Unsere nächsten Meditationstage und Meditationswochenenden
Meditationstag am 12.7.2026: "Komm und sieh selbst!"
Leitung: Karin Cyliax
„Ehi passiko – Komm und sieh selbst!“ ist die Einladung des Erwachten an seine Mönche und Nonnen und an alle Praktizierenden, aktiv den Weg der inneren Freiheit und Klarheit zu beschreiten. Gemeint ist die Freiheit von Dukkha, vom selbstgemachten Leid der Identifikation mit begrenzten Selbstkonstruktionen. Sanft und freundlich führen wir den Geist mithilfe des Atems heraus aus dem Alltagsgewirr, hinein in den Körper, in den gegenwärtigen Moment. Wir können Erleichterung erfahren darin, nichts leisten zu müssen, nichts sein zu müssen, nirgendwo hinzumüssen. Der Körper wird zu einem Gefäß für unser gesamtes Erleben, wir sind zufrieden mit Jetzt. So wird der gesammelte Geist empfänglich für Einsichtsmomente in die universelle Wirklichkeit allen Erlebens: Unbeständigkeit, Unbefriedigendheit, Nichtselbsthaftigkeit.
Wir meditieren mit Anleitung und still, im Sitzen und Gehen. Kurze, auflockernde Körperübungen sowie ein Body-Scan im Liegen werden die Praxis abrunden.
Meditationswochenende vom 4.9. (abends) bis 6.9.2026: "Starre Ich-Vorstellungen auflösen und Weisheit entwickeln"
Leitung: Tenzin Peljor
Der erfahrene, dynamische Mönch Tenzin Perljor leitet uns durch Meditationen über die Natur von Gedanken, Geist und Ich. Stufenweise werden Praktiken wie die Meditation über unbegrenzten Raum, Bewusstsein, Nichts bis zur Einsicht in die Leerheit (Śūnyatā) vermittelt. Diese Übungen zur Dekonstruktion des Selbst lockern das Festhalten an alten Ich-Vorstellungen und befreien unseren Geist von den selbstbezogenen Verzerrungen in Denken und Wahrnehmung.
Körperachtsamkeit, Bewegung und Meditation: Ein Kurs am 3.10.2026 von 10 bis 13 Uhr
Leitung: David Florczak
Der 11. April wird ein praxisorientierter Vormittag mit wenig Theorie, geprägt von Frühbuddhistischer Meditation und Körperübungen aus dem Yoga und anderen Bewegungslehren. Zudem gibt er die Gelegenheit, zu prüfen, wie sich Körperarbeit und Meditation miteinander kombinieren lassen. Ist es hilfreich, vor der Meditation Körperübungen wie z.B. Yoga oder Chi Gong zu machen? Oder doch besser nach der Meditation? Mit seiner ganzen Erfahrung kann uns David dazu praktische Tipps und Tricks geben.
David Florczak ist ein sehr erfahrener Yoga-Lehrer, hat zwei Yogalehrerausbildungen in Hatha Yoga und Yin-Yoga und umfangreiche Meditationserfahrungen, vor allem in den Meditationsformen des Frühen Buddhismus.
Meditationswochenende vom 13. (Feiertag) bis 15. November 2026: "Metta kultivieren - die Befreiung von leidbringender Selbstbezogenheit"
Leitung: Michael Peterssen (mehr als 30 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen buddhistischen Traditionen)
„Wer auch nur einen Augenblick lang liebevolle Einstellung entfaltet, der bemüht sich um die Verwirklichung der Lehre und seine Übung ist nicht vergebens. Aber noch mehr gilt das für den, der sich immer wieder um eine liebevolle Einstellung bemüht.“
In den alten buddhistischen Schriften wird Freundlichkeit, Wohlwollen, Sympathie, Zugewandtheit, Verbundenheit, liebende Güte, in der altindischen Pali-Sprache metta genannt, als „erhabenes Verweilen“ oder „Wohnstätte der Götter“ (brahma vihara) bezeichnet. Wohnstätte der Götter, weil metta ein Aspekt eines glücklichen Lebens ist. Zudem legt sie den Grund für die buddhistische Ethik und bildet das Fundament für weitere „erhabene Verweilungen“, nämlich Mitgefühl, (Mit-)Freude und Gleichmut. Metta zu kultivieren wird daher allen Praktizierenden ans Herz gelegt.
Für metta wie für die anderen brahma viharas gibt es in den buddhistischen Traditionen eigene Meditationpraktiken. Das zeigt, für wie bedeutsam diese Geisteshaltungen gehalten werden.
Das Seminar wird sich eingehend mit der Kultivierung von metta beschäftigen und sich dabei an den drei Ebenen der Weisheitsentwicklung orientieren. Es wird
• ein klares Verständnis vermitteln, was mit metta gemeint ist (die Ebene des Aufnehmens der Lehre durch Hören und Lesen),
• praktische Anleitungen geben, wie man sich existenziell tiefer auf metta einlassen kann (die Ebene des Aneignens durch Reflexion & Kontemplation)
• und unterschiedliche Arten meditativer Methoden vorstellen und einüben (die Ebene der meditativen Verwirklichung).
• Außerdem soll es Hinweise geben wie man mittels der Metta-Meditation in tiefere Sammlungszustände eintreten kann.
Meditationswochenende vom 4. bis 6.12.2026: "Der Zyklus von Leben und Sterben - Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus und die Bedeutung des Geistes bei der Manifestation aller Daseinszustände "
Leitung: Yesche U. Regel
Die Lehren des Buddha betonen in ihrer Beschreibung des “abhängigen Entstehens” die Rolle des “Ergreifens”. Ständig ergreifen wir etwas, treffen Entscheidungen, wollen etwas haben oder nicht haben, jemand sein oder nicht sein, irgendwo hin oder nicht hin. All dies sind geistige Impulse, die aller Manifestation und Aktion vorausgehen und diese auslösen. Begehren, Hassen/Ablehnen und Verblendung sind der innerste Antrieb aller Existenz und sie geschehen im Geist.
Dies müsste jedoch nicht unbedingt so sein. Wir könnten ebenso nicht-ergreifen, nicht-begehren, nicht-hassen, nicht verblendet sein.
Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus, etwa 1200 Jahre nach dem Buddha von Padmasambhava formuliert, verdeutlichen diese Dynamik nochmals auf eine besonders tiefe Art und Weise.
Auch für die achtsame und mit spiritueller Weitsicht angebotene Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen könnte es sich günstig auswirken, wenn man diese alten Weisheitslehren kennt. Sie stellen eine geistig-religiöse Alternative zu einer monotheistischen Schöpfungsreligion dar und ihren Vorstellungen von einer vermeintlichen Ewigkeit und den Ideen von Himmel und Hölle, wobei diese in den Differenzierungen der buddhistischen Sichtweise eventuell sogar verständlicher werden. Dass der Geist nicht sterben und im Tod eine besondere Lichthaftigkeit erfahren kann, haben viele Religionen gemein.
Meditationswochenende vom 29. bis 31.1.2027: "Das Herz kultivieren"
Die nächsten Termine
Leitung: Yuka Nakamura
Citta – der Herzgeist oder das Herz, ist der Ort unserer Subjektivität, unserer inneren Welt, wo wir Freude und Leiden erleben. Citta nimmt ständig wahr, fühlt und reagiert auf die Erfahrungen, doch kann es sich dabei in leidschaffende Muster verstricken. Das ist der Grund, warum alle buddhistischen Praktiken darauf abzielen, Citta zu kultivieren und zu befreien. In diesen zwei Tagen werden wir unser Verständnis von Citta vertiefen und erkennen, wie wir uns gut darum kümmern und kultivieren können, so dass innerer Frieden, Weisheit und Freude zunehmen.
An diesem Wochenende üben wir uns in Sitz- und Gehmeditation, unterstützt durch Inputs und Anleitungen. AnfängerInnen und Fortgeschrittene sind gleichermaßen willkommen.
Yuka Nakamura praktiziert seit 1993 in verschiedenen buddhistischen Traditionen (Zen, Vipassana, Vajrayana). Sie ist Psychologin Dr. phil., MBSR-Lehrerin und -Ausbildnerin. Sie lehrt u.a. im Meditationszentrum Beatenberg (CH), Bodhi College, Insight Meditation Society (USA), Gaia House (UK) und Seminarhaus Engl (D).
- 04 Sep.
- 03 Okt.3 Okt. 26 - 10:00 - 13:00
- 29 Jan.29 Jan. 27 - 18:00 - 15:00