Meditationswochenenden
Unsere nächsten Meditationstage und Meditationswochenenden
Meditationswochenende vom 06.02. bis 08.02.2026: "Klarer Geist - Einführung in frühbuddhistische Achtsamkeitsmeditationen"
Leitung: Raimund Hopf
Achtsamkeit ist in unserer Gesellschaft als eine Form bewussten, heilsamen Erlebens angekommen. Die dabei verwendeten Meditation kommen ursprünglich aus dem frühen Buddhismus und wurden auf westliche Bedürfnisse und Anwendungsgebiete angepasst. In diesem Seminar sollen drei Meditationsformen aus den Pāli-Suttas vorgestellt werden, die uns helfen, unsere persönliche Übung der Meditation zu vertiefen. Dabei geht es um Ānāpānasati (Achtsamkeit auf den Atem), Kāyagatāsati (Auf den Körper bezogene Achtsamkeit) und Satipaṭṭhāna (Anwendungen der Achtsamkeit). Wir wollen erfahren, worum es bei bei diesen Meditationspraktiken geht, und diese in Teilen üben. Ein Ziel dieses Kurses ist, dass du für dich herausfindest, ob dein persönlicher Weg eher über die Einsichtspraxis (Vipassana) oder über den Weg der Stille und Sammlung (Samatha) geht und wie du das in deinem Alltag praktizieren kannst.
Achtsamkeit ist längst in unserer Gesellschaft angekommen – als eine Möglichkeit, bewusster zu leben und heilsame Erfahrungen im Alltag zu machen. Weniger bekannt ist, dass viele dieser Übungen ihre Wurzeln im frühen Buddhismus haben und seit Jahrhunderten weitergegeben wurden.
Meditationswochenende vom 17.4. (abends) bis 19.4.2026: "Umgang mit Wut"
Leitung: Tenzin Peljor
Es gibt Hunderte von Anlässen, sich zu ärgern: Das Auto vor uns fährt zu langsam oder nimmt uns als Radfahrern die Vorfahrt, die Bahn kommt zu spät, der Bus fällt aus, die Kinder, die Arbeit, die Politik, die Politiker, die Polizei, der Nachbar … Doch jedes Mal, wenn wir uns ärgern, entsteht geistiger Schmerz. Je mehr Ärger, desto mehr innerer Schmerz.
„Wenn du auf einen Zornigen zornig wirst, machst du es nur schlechter für dich selbst. Wenn du aber nicht auf einen Zornigen zornig wirst, gewinnst du eine schwer zu gewinnende Schlacht.“
(Der Buddha)
Wie können wir lernen, gelassener zu werden, geschickter mit Wut umzugehen und sie für Einsicht und geistiges Wachstum zu nutzen? Dieses Wochenende widmet sich ganz den Fragen rund um Wut und den heilsamen Umgang mit ihr.
Meditationswochenende vom 14. (Feiertag) bis 17. Mai 2026: "Vipassana - Körper und Geist verstehen lernen"
Leitung: Michael Peterssen
Dieses Seminar widmet sich der buddhistischen Vipassana- oder Einsichtmeditation, die auf „Der Lehrrede über die Grundlagen der Achtsamkeit“ fußt.
Im Grunde geht es bei dieser Art zu meditieren um die gezielte Bewusstwerdung natürlicher Gegebenheiten wie beispielsweise dem Atem und anderer Aspekte des Körpers und unterschiedlicher geistiger Phänomene. Äußere wie innere Erscheinungen und Geschehnisse werden achtsam und in außergewöhnlicher Klarheit in ihrem fortwährenden Entstehen und Vergehen betrachtet. So werden wir mit unserem eigenen Körper und Geist immer inniger vertraut.
Diese Praxis zielt letztlich darauf ab, innere und äußere Phänomene als Einzelne und in ihrem Zusammenspiel der Wirklichkeit entsprechend zu verstehen. Das ist der Kern dessen, was der frühe Buddhismus ERWACHEN (Bodhi) nennt.
Der Buddha hat immer wieder beteuert, dass in solcher Erkenntnis eine große von sinnlosem Leid befreiende Kraft liegt. Je weiter wir uns nämlich auf diesem Weg entwickeln, umso weniger fügen wir uns selber unnötiges Leid zu und ersparen auch unseren Mitmenschen und anderen Wesen Schmerzen, die ihnen allzu oft durch uns angetan werden.
Meditationstag am 12.7.2026: "Komm und sieh selbst!"
Leitung: Karin Cyliax
„Ehi passiko – Komm und sieh selbst!“ ist die Einladung des Erwachten an seine Mönche und Nonnen und an alle Praktizierenden, aktiv den Weg der inneren Freiheit und Klarheit zu beschreiten. Gemeint ist die Freiheit von Dukkha, vom selbstgemachten Leid der Identifikation mit begrenzten Selbstkonstruktionen. Sanft und freundlich führen wir den Geist mithilfe des Atems heraus aus dem Alltagsgewirr, hinein in den Körper, in den gegenwärtigen Moment. Wir können Erleichterung erfahren darin, nichts leisten zu müssen, nichts sein zu müssen, nirgendwo hinzumüssen. Der Körper wird zu einem Gefäß für unser gesamtes Erleben, wir sind zufrieden mit Jetzt. So wird der gesammelte Geist empfänglich für Einsichtsmomente in die universelle Wirklichkeit allen Erlebens: Unbeständigkeit, Unbefriedigendheit, Nichtselbsthaftigkeit.
Wir meditieren mit Anleitung und still, im Sitzen und Gehen. Kurze, auflockernde Körperübungen sowie ein Body-Scan im Liegen werden die Praxis abrunden.
Meditationswochenende vom 4. bis 6.12.2026: "Der Zyklus von Leben und Sterben - Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus und die Bedeutung des Geistes bei der Manifestation aller Daseinszustände "
Leitung: Yesche U. Regel
Die Lehren des Buddha betonen in ihrer Beschreibung des “abhängigen Entstehens” die Rolle des “Ergreifens”. Ständig ergreifen wir etwas, treffen Entscheidungen, wollen etwas haben oder nicht haben, jemand sein oder nicht sein, irgendwo hin oder nicht hin. All dies sind geistige Impulse, die aller Manifestation und Aktion vorausgehen und diese auslösen. Begehren, Hassen/Ablehnen und Verblendung sind der innerste Antrieb aller Existenz und sie geschehen im Geist.
Dies müsste jedoch nicht unbedingt so sein. Wir könnten ebenso nicht-ergreifen, nicht-begehren, nicht-hassen, nicht verblendet sein.
Die Bardo-Lehren des Tibetischen Buddhismus, etwa 1200 Jahre nach dem Buddha von Padmasambhava formuliert, verdeutlichen diese Dynamik nochmals auf eine besonders tiefe Art und Weise.
Auch für die achtsame und mit spiritueller Weitsicht angebotene Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen könnte es sich günstig auswirken, wenn man diese alten Weisheitslehren kennt. Sie stellen eine geistig-religiöse Alternative zu einer monotheistischen Schöpfungsreligion dar und ihren Vorstellungen von einer vermeintlichen Ewigkeit und den Ideen von Himmel und Hölle, wobei diese in den Differenzierungen der buddhistischen Sichtweise eventuell sogar verständlicher werden. Dass der Geist nicht sterben und im Tod eine besondere Lichthaftigkeit erfahren kann, haben viele Religionen gemein.
Die nächsten Termine
- 06 Feb.6 Feb. 26 - 18:00 - 20:30Essen
- 07 Feb.7 Feb. 26 - 10:00 - 18:00Essen
- 08 Feb.8 Feb. 26 - 10:00 - 16:00Essen
- 17 Apr.17 Apr. 26 - 18:00 - 15:00
- 14 Mai14 Mai 26 - 10:00 - 16:00Essen
- 12 Juli12 Juli 26 - 10:00 - 17:00